„Gibt es eine Chance, das zu reparieren?“, „Lässt sich so ein Tank auch schweißen?“, „Kann man fehlende Teile wieder aufbauen?“ – viele Gespräche beginnen mit dieser Frage, oft mit einem Foto eines sehr ungewöhnlichen Schadens. In den meisten Fällen lautet die Antwort: ja. Hier erklären wir, wovon das abhängt.
Entscheidend ist der Kunststoff, nicht die Maschine
Das Schweißprinzip ist unabhängig von Marke und Fahrzeugart dasselbe. Wir schweißen Polyethylen in allen Varianten – PE-HD (hart, steif) und PE-LD (weicher, elastisch) – sowie Polypropylen (PP), das in manchen Tanks und Verkleidungen verwendet wird.
Deshalb reparieren wir nicht nur Kraftstofftanks von Traktoren, Mähdreschern und Feldhäckslern oder Spritzentanks, sondern auch Kunststoff-Kraftstofftanks von Pkw und Motorrädern, stationäre Tanks, Klärgruben, Schwimmbecken und Wassertanks.
In über 10 Jahren Arbeit haben wir die Tanks fast aller gängigen Landmaschinenmarken kennengelernt – darunter Claas, John Deere, New Holland, Fendt, Case IH, Massey Ferguson, Vicon – und wissen, wo und warum sie bei bestimmten Modellen reißen.
So erkennen Sie den Kunststoff
- Suchen Sie die Kennzeichnung auf dem Tank: >PE<, PE-HD, HDPE, PP – meist am Einfüllstutzen oder am Boden eingeprägt.
- Keine Kennzeichnung? Schicken Sie ein Foto – am Aussehen und an der Art des Tanks erkennen wir das Material meist.
- Metalltank – den schweißen wir nicht, wir sind auf Kunststoffe spezialisiert.
- Tank aus Laminat (Glasfaser) – das ist ein anderes Material, bei dem man mit Harzen arbeitet, nicht mit Extrusionsschweißen.
Welche Schäden wir reparieren
- Risse – auch lange, in Ecken und an Halterungen.
- Durchgescheuerte Stellen – z. B. durch Rad oder Rahmen.
- Löcher und Durchstiche – durch Stange, Stein oder Bohrer.
- Ausgeschmolzene Wände nach einem Brand oder durch einen schleifenden Riemen.
- Ausgerissene Stutzen, Gewinde und Buchsen – wir schweißen neue Teile ein.
- Fehlende Stücke – wir schneiden den beschädigten Teil heraus und bauen ihn neu auf.
- Umbauten: Zuschweißen von Sensoröffnungen, Einbau von Schwallwänden, Formänderung für Frontlader oder andere Anbaugeräte.
Wann wir sagen, dass es nicht geht oder sich nicht lohnt
Es kommt vor, dass wir ehrlich von einer Reparatur abraten: wenn der Tank aus Metall ist, wenn er an so vielen Stellen beschädigt ist, dass die Reparatur wirtschaftlich keinen Sinn mehr ergibt, oder wenn es um einen kleinen, günstigen Tank geht, den man leicht neu kaufen kann. Dann sagen wir das nach den Fotos sofort, ohne Anfahrt.
Welche Fotos Sie schicken sollten
- Die ganze Maschine oder den ganzen Tank – damit klar ist, um welches Modell es geht.
- Den Schaden aus der Nähe.
- Dieselbe Stelle aus der Entfernung – damit Zugang und Montageart zu sehen sind.
- Die Kunststoffkennzeichnung, falls sichtbar.
- Wurde vorher etwas geklebt – auch diese Stelle.
Bei vielen Modellen erkennen wir die typische Rissstelle sofort – nach über zehn Jahren Arbeit wissen wir, wo und warum die Tanks bestimmter Marken reißen.
Ungewöhnliche Arbeiten aus unserer Praxis
Um zu zeigen, wie breit das Spektrum ist: Neben Kraftstoff- und Spritzentanks haben wir stationäre Tanks mit 10 und 20 m³ Fassungsvermögen repariert, Maispflücker-Hauben von Mähdreschern verschiedener Marken instand gesetzt, nach einem Brand ausgeschmolzene Tanks neu aufgebaut und einen John-Deere-Kraftstofftank für einen Frontlader umgebaut.
Auch wenn Ihnen Ihr Fall „zu seltsam“ vorkommt, schicken Sie uns bitte trotzdem ein Foto. Die Beurteilung kostet nichts, und oft stellt sich heraus, dass wir einen ähnlichen Tank schon auf dem Tisch hatten.
Häufige Fragen
Reparieren Sie Tanks von Pkw?
Ja, wenn der Tank aus Kunststoff ist. Das Schweißprinzip ist dasselbe wie bei Landmaschinen – entscheidend ist die Kunststoffart, nicht die Fahrzeugart.
Kann ein fehlendes Stück des Tanks wieder aufgebaut werden?
Ja. Den beschädigten Teil schneiden wir bis zum gesunden Kunststoff heraus, bauen ihn neu auf und verstärken ihn anschließend. Auf die Schweißnaht geben wir 25 Jahre Garantie.
Schweißen Sie Metalltanks?
Nein. Wir sind auf Tanks aus Kunststoff spezialisiert: Polyethylen und Polypropylen.
Reparieren Sie Wassertanks und Klärgruben?
Ja, wenn sie aus Polyethylen oder Polypropylen sind. Das Schweißprinzip ist dasselbe, entscheidend ist die Kunststoffart, nicht der Einsatzzweck. Bei einfachen, günstigen Tanks sagen wir Ihnen auch ehrlich, ob sich die Reparatur lohnt.
Foto schicken – wir antworten konkret
Sie sind nicht sicher, ob sich Ihr Tank reparieren lässt? Schicken Sie uns Fotos per WhatsApp oder hinterlassen Sie Ihre Nummer im Formular unten. Wir sagen Ihnen, ob eine Reparatur möglich ist, wie wir sie ausführen und was sie kosten wird.